Es war einmal ein tiefer finstrer Wald vor über 100 Jahren…

Keine Angst: Mit der Holtmeyer-Erfolgsgeschichte wollen wir jetzt kein Märchen auftischen. Stattdessen erkennen Sie schon an der ersten Zeile, dass der Wald bei uns stets im Mittelpunkt steht. Das war vor über 100 Jahren schon so und wird in 100 Jahren nicht anders sein. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sägen sie noch heute…

Holtmeyer feiert 100 Jahre

In den letzten 100 Jahren ist viel passiert, es hat sich viel geändert.

1921 – 1950

In den 20/30er Jahren hat Holtmeyer vermehrt den Mühlenbetrieb ausgebaut. Zur Zeit der 40er Jahre gab es aufgrund des Krieges keine großartigen Veränderungen im Werk.

Mühlenbetrieb 1921

Mühle mit einem Horizontalgatter. Der Schwerpunkt lag aber auf dem Mühlenbetrieb. Das Gatter wurde mit einem Teerölmotor angetrieben da die Stromversorgung damals noch nicht soweit war.

1950 – 1959

Der erste Stromanschluss macht den ersten elektrischen Portalkran möglich. Ein Highlight für die Mühle und das Sägewerk, da damit das Rundholz besser sortiert und bewegt werden konnte.

1952 wird das erste Vollgatter installiert

Tagsüber wurde ab dem Zeitpunkt mit dem Gatter Holz geschnitten und nach Feierabend von ca. 20:00 – 02:00 Uhr wurde in der Mühle gemahlen. Außerdem wurde mit dem Vollgatter auch der erste Trecker mit Anhänger für die Rundholzbeschaffung angeschafft.


1960 – 1969

In den 60er Jahren wurden die ersten Unimogs für Schnittholz und Rundholz Anlieferungen, sowie der erste Gelände Stapler angeschafft. Das Vollgatter wurde in diesem Jahrzehnt ebenfalls gegen ein Müller-Matic getauscht, da dieses moderner und motorisiert war. Vorher mussten Maßveränderungen immer per Hand getätigt werden, demnach war es sehr aufwendig unterschiedliche Maße zu schneiden.  

1970 – 1989

In den folgenden Jahren ist das Sägewerk stetig gewachsen. Der erste MAN Rundholz LKW inklusive Kran wurde angeschafft und die Paletten Herstellung hatte begonnen. 1973 wurde die erste Nagelmaschiene mit Stapelautomat gekauft und installiert, um die Paletten Produktion zu beschleunigen. Im Jahr 1980 wurde der Portalkran gegen den ersten Rundholzumschlagwagen von Baljer und Zembrod ausgetauscht, da dieser den Arbeitsprozess so automatisiert und vereinfachte. Außerdem wurden in den 80er Jahren die erste Trockenkammer und das erste Imprägnierbecken, auf Salzbasis eingebaut.

1990 – 1999

In den 90er Jahren wurde der Rundholzplatz und eine Schälanlage von Möhringer eingebaut. Da auch das Schnittholz getrocknet werden musste wurde eine zweite Trockenkammer gekauft. 1998 wurde ein neues Bürogebäude gebaut.

Ein weiteres Gatter wird eingebaut

Hier wurden 200 cbm Beton für das Fundament benötigt. Es war schneller, automatisierter einfach besser und konnte sehr viel mehr Menge schaffen. Eine 700 Hub Maschiene.

Der erste Spaner zieht 1999 ein

Ende der 90er Jahre wurde der erste Spaner von Möhringer zusätzlich zu Gatter eingebaut. So wurden die dicken Stämme nur noch mit dem Gatter geschnitten und die dünnen Stämme vom Spaner.

2000

Brand zerstört das Sägewerk

Brand

Mitte Mai 2000 sind große Teile unseres Sägewerk einem Feuer zum Opfer gefallen.

2000 – 2001

Wiederaufbau nach Brand

„Ich wollte dann eigentlich noch mal vom Hersteller Möhringer eine Säge kaufen, aber Stefan hat gesagt wenn dann von EWD sonst komme ich nicht nach Hause. Da war es dann klar das wir einen Spaner von EWD kaufen. “

Gerhard Holtmeyer

Glück im Unglück

Unser Büro blieb vom Feuer verschont, musste dann aber trotzdem weichen da die neue Sägehalle größer gebaut werden sollte. So haben wir es kurzerhand umgesetzt.

2010 – 2015

Grundlegende Erneuerung und Vergrößerung des Rundholzplatzes, Verlängerung der Gleisanlage und Bau neuer Trockenkammern.

Rundholzplatz Erweiterung

Wir wuchsen mit unseren Aufgaben: 2015 stand die Erneuerung und Vergrößerung des Rundholzplatzes an.

Längere Gleisanlage

2014 wurde ein neuer Rundholzumschlagwagen von Baljer und Zembrod angeschafft. Aus diesem Grund wurde zusätzlich die Gleisanlage verlängert.

Bau der neuen Trockenkammern

2014 wurden weitere Trockenkammern für die Trocknung von Bau- und Verpackungsholz in Betrieb genommen.

2016

Eine neue Nachschnittsäge zieht im Sägewerk ein, wo durch weniger Rundläufe im Spaner nötig werden. Die Säge kann Kanthölzer selbstständig auftrennen und ist somit schneller und effizienter.

2017

Das Pelletwerk mit angegliederten Biomassekesseln wurde gebaut, um größtmögliche Weiterverarbeitung am Standort zu schaffen. Dies entspricht zu 100% der Firmenphilosophie.

Der Bau wurde, vom ersten Bleistiftstrich bis zur Inbetriebnahme, in unter einem Jahr realisiert. Für ein Projekt mit solcher Komplexität durchaus beachtlich.

Benjamin Rohmeyer –  Betriebsleitung Pellets

Öko-Strom-Kraftwerk

Bewusster Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist heute wichtiger denn je. Wir stehen für einen geschlossenen Ressourcen-Kreislauf, bei dem unser Öko-Strom-Kraftwerk eine maßgebliche Rolle spielt.

2019

Um auch weiterhin effizientes Hobeln und Um auch weiterhin effizientes Hobeln und Auftrennen für die Produktion von Dachlatten zu gewährleisten, wurde 2019 eine neue Hobellinie mit 150m/min Vorschub gebaut. Desweiteren wurde die Paketbildung und das Binden der Pakete automatisiert.

2020 – Heute

Das neue Sortierwerk ist in der Lage, unterschiedlichen Eingangslängen nach Dimensionen, Waldkante usw. zu sortieren. Es kann somit eine hohe Anzahl verschiedener Sägeprodukte zeitgleich produziert werden. Der hohe Automatisierungsgrad und die Benutzerfreundlichkeit ermöglicht uns einen reibungsloseren Workflow.